SVS-Stellungnahme zu Hafen- und Stadtentwicklung Klybeck - Kleinhüningen: Forderung der Hafenwirtschaft scheint erfüllt.
Mit den heute vorgestellten Plänen des Basler Regierungsrates und der Schweizerischen Rheinhäfen für die weitere Entwicklung der Hafenareale Klybeck und Kleinhüningen scheint die wichtigste Forderung der Hafenwirtschaft erfüllt: Kein Wegfall von Umschlagsflächen ohne geeignete Alternativ-Areale. Die SVS als Branchenverband der Hafenwirtschaft unterstützt deshalb die weitere Konkretisierung, wird die weitere Entwicklung aber aufmerksam beobachten.
Die Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft (SVS) sieht als Vertreterin der betroffenen Unternehmen in den jetzt vorgestellten Plänen auch ein klares Bekenntnis der Basler Exekutive zu einem starken Hafen. Dies ist zu begrüssen, stellt die Rheinschifffahrt doch einen bedeutenden Träger der wirtschaftlichen Landesversorgung dar. Begrüsst wird auch, dass die weiteren Schritte explizit mit der Hafenwirtschaft abgestimmt werden soll.
Die SVS attestiert den jetzt vorgestellten Plänen eine adäquate Zeitperspektive. Man hat sich nicht von der aktuell – und von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussten – noch etwas flauen Geschäftslage in den Häfen beeindrucken lassen, sondern zu Recht den Fokus auf die Zukunft gestellt, in der – speziell im Containerverkehr – enorme Mengenzuwächse auf den Binnenwasserstrassen zu erwarten sind. Entsprechend ist es auch richtig, gerade für diesen Verkehrsbereich geeignete Infrastrukturen bereit zu stellen.
Mit dem Bekenntnis zum Hafen und den vorgestellten Projektskizzen erfüllt die staatliche Planung auch die wichtigste Forderung der betroffenen Firmen und ihres Verbandes: Es dürfen keine Hafenflächen aufgegeben werden, bevor nicht passende Alternativstandorte zur Verfügung stehen. Gleichzeitig anerkennt die SVS natürlich auch die Berechtigung anderer Nutzungsmöglichkeiten dieser Areale in unserem flächenmässig bescheidenen Stadtkanton. Der Verband bietet seine Mitarbeit bei der Suche nach Lösungen an, die all den berechtigten Anliegen möglichst ausgeglichen Rechnung tragen.
Von den drei vorgestellten Optionen für die Verlegung des Container-Terminals am Westquai stellt die von Regierungsrat und Schweizerischen Rheinhäfen favorisierte Option «Hafenbecken kurz» eine machbare Alternative da. Mutiger und den künftigen Herausforderungen besser entsprechend wäre aber die Option «Hafenbecken lang». Es sei daran erinnert, dass allein die Planung des Hafens Rotterdam in den nächsten dreissig Jahren eine Verdoppelung bis Verdreifachung des Containerverkehrs in die Hinterlandhäfen vorsieht. Hier werden auch auf die Häfen am Oberrhein enorme Herausforderungen zukommen.

