Schifffahrt in Bern noch deutlicher positionieren

Medienmitteilung zur SVS-Mitgliederversammlung

Die Anliegen der Schifffahrt sollen in «Bundesbern» noch deutlicher akzentuiert werden. Dies ist eines der Ziele der Schweizerischen Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft (SVS) an der Mitgliederversammlung vom 24. März in Basel. Unterstützung erfährt die Branche dabei durch die lokalen Vertreter im Bundesparlament, wie der Baselbieter Ständerat Claude Janiak in seinem Referat an der SVS-Mitgliederversammlung vom 24. März in Basel betonte. Optimismus verbreiten konnte an der Versammlung auch SVS-Präsident Ralph Lewin: Der Branche geht es langsam wieder besser, und die Vereinigung selbst ist kerngesund.

Die Schifffahrt «litt» lange darunter, dass es in diesem Bereich kaum Probleme gab, und wenn doch, diese von der Branche selbst gelöst wurden – denn der Bund kümmere sich nur um ein Gebiet, in dem die Probleme gross oder das Klagen laut sei. Dies die Eröffnung des Referats des Baselbieter Ständerats Claude Janiak an der SVS-Mitgliederversammlung auf der am St. Johann-Rheinweg vertäuten «Swiss Jewel». Die Bemühungen des Verbandes und der involvierten Bundespolitiker trügen aber langsam Früchte: Die Schiffahrt – vor allem die Güterschifffahrt auf dem Rhein – würde auch in «Bundesbern» vermehrt als das wahrgenommen, was sie ist: Der umweltfreundlichste und nachhaltigste Transportträger mit einer wichtigen Funktion für die Landesversorgung und – im Gegensatz zu anderen Verkehrsträgern – ohne Kapazitätsprobleme.

Der zur Zeit bei der ständerätlichen Kommission liegende Schifffahrtsbericht soll nun zum Anlass genommen werden, die Aufmerksamkeit der Behörden verstärkter auf diesen Bereich zu lenken, betonte Janiak. Es gelte, das positive Papier in konkrete Taten umzumünzen, um die Schifffahrt auf die kommenden Herausforderungen einzustellen. Als Stichworte nannte er die Unterstützung von Infrastruktur-Projekten oder die Gewährung von Bürgschaftskrediten auch für Binnenschiffe.

Solche Ziele vertrat auch SVS-Präsident Ralph Lewin. Da Teile der heutigen Hafenareale in nicht allzu ferner Zukunft nicht mehr ausschliesslich für Logistikzwecke zur Verfügung stehen würden, müssten Ersatzstandorte gefunden werden; die entsprechende Testplanung laufe zur Zeit. Für die Verwirklichung solcher Projekte werde man aber auf die Hilfe des Bundes zählen müssen.

Grund zum Optimismus ist laut Lewin auch für 2010 gegeben: In wichtigen Gütersparten seien Zeichen für eine sanfte Erholung zu sehen. Das aktuelle Jahr werde aber reich an Herausforderungen bleiben.

 

Weitere Auskünfte: André Auderset, SVS-Geschäftsführer, 079 416 36 05

 

  Rubrik: SVS-News
24. März 2010