Rheinschifffahrt wieder frei - viel zu tun in Basler Häfen

Nachdem die Unfallstelle vor der Loreley vollständig geräumt und abgeklärt wurde, läuft die Schifffahrt auf dem Rhein zwischen Basel und Rotterdam wieder reibungslos. Da viel Fracht während der unfallbedingten Sperre nicht abtransportiert werden konnte, ist nun äusserst viel Betrieb in den Schweizer Rheinhäfen, insbesondere im Containerverkehr von und nach Basel-Kleinhüningen. Bis Ende Woche wird mit einer Normalisierung gerechnet.

 

Nach 32 Tagen Havarie konnte der Tanker "Waldhof" vorgestern (13. 2.) geborgen und gestern in den Loreleyhafen geschleppt werden. Danach wurde die Unfallstelle bei St. Goarshausen betreffend möglicher Untiefen abgeklärt. Seit dem 14. Februar, 16.00 Uhr ist die Schifffahrt zwischen Basel und den Seehäfen Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen wieder einschränkungsfrei möglich.

 

Während der rund einen Monat dauernden Ganz- oder Teilsperrung des Rheinabschnitts für den Güterverkehr ist viel Ladung den Häfen oder bei den Verladern liegen geblieben. Die Bahn konnte aus Kapazitätsgründen nicht in die Lücke springen, die Strasse stellte aufgrund der massiv höheren Kosten nur bei sehr zeit-sensiblen Gütern eine Alternative dar. Dieser "Überhang" - vor allem im Containerverkehr - wird nun abgetragen.

 

Die massive Verkehrssteigerung ist zur Zeit vor allem im Hafen Kleinhüningen, und dort im Bereich des Hafenbeckens 2 zu bemerken. Schiff um Schiff wird im Importverkehr entladen. Die zum Abholen bereiten Lkw stauten sich gestern zum Beispiel an der Südquaistrasse, so dass die Polizei den Verkehr regeln musste. Da auch in den nächsten Tagen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist, wird dem sonstigen Verkehr empfohlen, die Hafenstrassen zu meiden oder nur mit äusserster Vorsicht zu befahren.

 

Das Abtragen des "Überhang" dürfte noch bis Ende Woche andauern. Vor allem im Importverkehr sind die Reedereien und Umschlagsunternehmen stark gefordert. Die Branche ist aber problemlos in der Lage, dieses Zusatzaufkommen zu bewältigen. Im Exportverkehr bestehen sogar noch freie Kapazitäten.

 

 
15. Februar 2011